Modellhubschrauber + Flugschule

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wie man es erlernen kann

 

  • Ich bin absoluter Neuling, was brauche ich alles um mit dem Helifliegen anzufangen ?
  • Ich habe noch nie eine Fernsteuerung in der Hand gehabt, was muss ich kaufen

um einen Heli fliegen zu können ?

  • Was muss ich alles in den Heli einbauen damit er fliegt ?

 

Solche und ähnliche Fragen erreichen mich fast täglich, allerhöchste Zeit hier

ein paar Antworten zu geben:

Der Markt ist zum Glück voll von schönen und weniger schönen Geräten und Modellen,

so dass eine große Zahl möglicher

Varianten zur Verfügung steht. Ich möchte daher hier versuchen die ganze Sache

etwas zu strukturieren.

Die Auswahl von Modellen und Komponenten richtet sich vor allem nach:

  • bisherige Modellbauerfahrung
  • Größe der Geldbörse
  • Ziele des Einsteigers

Der völlige Modellbau-Neuling

 

Die Steuerung von Flugmodellen kann sehr befriedigend sein, hat aber einige Tücken

die man erst mal meistern muss. Die erste Hürde bei der Steuerung jedes Modells ist,

wenn das Modell auf den Piloten zufliegt (zufährt). Die dabei auftretende scheinbare

Verdrehung der Steuerfunktionen braucht einige Übung. Das ist auch der Grund,

warum ich vor dem Einstieg zum Modellhubschrauber erst einen Zwischenschritt empfehle:

Man sollte ein Gefühl für eine Fernsteuerung entwickeln.

Das kann mit einem billigen Modellauto oder besser mit einem Elektro-Segler gemacht werden.

Hubschrauber-Interessierte sollten sich bereits von Anfang an auch einen PC-Simulator gönnen.

Aber Vorsicht: ein Simulator allein reicht nicht ! Ein reales Modell bringt einfach den

gewissen "Kick", den ein Simulator nie vermitteln kann.

Meine konkrete Empfehlung für den Neueinsteiger ins R/C-Hubschrauber Hobby ist daher folgende:

  • Kauf eines Elektro-Seglers. Das Angebot ist riesengroß. Als Beispiel sei hier der

Graupner Junior-Sport erwähnt, der sich mit relativ billigen Komponenten fliegen lässt.

Er benötigt zwei Servos, einen preiswerten Motor mit Regler und einen Empfänger.

  • Anschaffen eines PC Flugsimulators. Die bekanntesten deutschen Produkte sind der Reflex

(gute Qualität, ab Pentium-III lauffähig) oder der Aerofly (weite Verbreitung, ab Pentium-233).

Für alle benötigt man eine 3D Graphikkarte.

Nachdem man einige Tage am PC geübt hat, geht man mit dem Segler auf die grüne Wiese und

macht die ersten Flugversuche. Mit ein bisschen Konzentration sollte man in der Lage sein das Ding zu fliegen.

Als überaus hilfreich hat es sich erwiesen, wenn man einige Zeit lang mit einem billigen ferngesteuerten

Spielzeugauto in der Wohnung herumfährt. Die Dinger kosten nur 25.-€.

Wenn man es nicht mehr braucht, kann man es irgendeinem Kind weiterschenken.

Während dieser ersten Übungstage sollte man sofort Kontakt zum DMFVaufnehmen

um nach einem Modellbauverein in der Nachbarschaft suchen.

Um den Segler zu fliegen und den Simulator zu betreiben braucht man natürlich eine Fernsteuerung.

Aber bloß welche ?

Hier die Antwort:

 

Die Fernsteuerung

 

Auch hier gibt es eine große Menge Angebote. Aber man sollte bereits von Anfang an daran denken,

dass man ja irgendwann einen Hubschrauber fliegen will. Aus diesem Grund kommen billige Geräte

kaum in Betracht. Der Sender sollte zumindestüber einen Taumelscheibenmischer verfügen.

Hier muss bereits der Geldbeutel ein gewichtiges Wort mitreden, denn bis hinauf zu 1.400,- € ist fast alles möglich.

Wer wirklich an Hubschraubern interessiert ist darf hier nicht sparen !

Von Graupner kommen die Sender MC18, MC20 oder MC24 oder von Robbe die FC18 oder FC28 in Frage.

Da viele Piloten öfters auf die neuesten Modelle umsteigen, findet man die MC20 oft als

Gebrauchtgerät zu interessanten Preisen. Kleinere Sender sollte man nur wählen (sofern sie hubi-tauglich sind),

wenn man später bereit ist eventuell einen neuen zu kaufen.

Wie sieht es mit dem Empfänger aus ? Hier kann man nicht viel falsch machen wenn man einen

Markenempfänger kauft, der vom gleichen Hersteller wie der Sender stammt. Keinesfalls sollte man

billige "Slow-Flyer" oder Miniaturempfänger kaufen. Übliche Standardempfänger wie

z.B. der Graupner C19 oder SMC-19 oder andere sind gut brauchbar. PPM Empfänger sind ideal

(PCM Empfänger haben in speziellen Situationen Vorteile, die ein Einsteiger aber kaum merken wird).

Wer ein paar Mark mehr ausgeben will, kann sich einen Doppelsuper-Empfänger kaufen,

wie z.B. den Graupner SMC-19DS.

 

Die Servos

 

Servos haben einige wichtige Daten, nach denen sie ausgewählt werden.

Vor allem ist die maximale Stellkraft wichtig.

Diese muss mit guter Reserve zum Modell passen. Wenn man bereits einen Hubi in Planung hat,

kann man von folgender Grundempfehlung ausgehen:

  • Modelle bis 1,2m Rotordurchmesser, mittlere Elektromodelle benötigen ca. 4kg Stellkraft.

Hier könnte der Graupner C4041 eingesetzt werden.

  • Modelle bis 1,6m Rotordurchmesser sollten mit 8kg Servos ausgerüstet werden,

z.B. mit dem Graupner C4421.

  • sehr kleine E-Modelle wie z.B. der Eco-8 oder Heaven, brauchen Miniservos,

wie z.B. den Graupner C341 oder ähnliches.

Im Laufe der Zeit habe ich mir beim Servokauf für Hubis folgende persönliche Regeln angewöhnt:

* Kunststoffgetriebe (Metall hat zuviel Spiel)
* Servos bei denen der Motor nicht direkt auf die Platine gelötet ist

(also keine C5007, sondern die erwähnten C4041)


* keine Alu-Servohebel (belastet das Getriebe zu stark)
* Servos mit Kugellagern sind vorzuziehen (leider teurer)

 

Vor dem Erstflug

 

Vor dem Erstflug kommen noch zwei wichtige Dinge, die man keinesfalls vergessen darf,

da das sonst teure Konsequenzen haben könnte !

Anmelden des Fernsteuersenders bei der zuständigen Behörde ( http://www.regtp.de

).

Auskunft kann der örtliche Modellbauhändler geben.

Ein Formular zur Anmeldung kann unter "Downloads/PDF"herunter geladen werden..

Weitere wichtige Hinweise zum Ausfüllen hier.

Abschließen einer Haftpflichtversicherung für Modellflug. Sehr günstige Versicherungen

kann man gleich über den DMFV abschließen, wo man auch entsprechend beraten wird.

 

Wo darf ich fliegen ?

 

Es ist erstaunlich, wie viele Gerüchte es zu dieser Frage gibt. Hier die Antwort:

  • Gewicht: Auf der grünen Wiese dürfen Modelle bis zu einem maximalen Gewicht von 5kg geflogen werden.

Modellflugvereine haben meist eine Zulassung bis zu 20 kg für ihren Flugplatz.

  • Elektromodelle: Diese dürfen überall geflogen werden.
  • Verbrennermodelle: Man muss einen Abstand zur nächsten Ansiedlung von mindestens 1,5km einhalten.

Alleinstehende Gebäude gelten normalerweise nicht als Ansiedlung. Im Zweifelsfall nachfragen !

  • Ort: Der Grundstückseigentümer muss sein Einverständnis zum Flugbetrieb geben.
  • Ausnahmen: Diese gibt es bei Flughäfen und Flugplätzen, dort muss man mit Modellen jeglicher Art einen

Abstand von mindestens 1,5 km einhalten.

Generell gilt: Nur dort fliegen, wo Ärger unwahrscheinlich ist. Es ist sehr unangenehm wenn man landen muss,

weil ein Förster mit der Schrotflinte herumfuchtelt.

 

Der Hubschrauber

 

Hier beginnt die Qual der Wahl. Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich.

Daher hier nur eine kleine Auswahl als mögliche Entscheidungshilfe:

LMH-100: Dieser amerikanische Hubi besticht durch seine Einfachheit. Mit wenigen Bauteilen ist es gelungen einen Modellhubi in die Luft zu bringen. Er wird im allgemeinen als "unkaputtbar" bezeichnet, da er kleinere Crashs ohne Schaden wegstecken kann. Inzwischen hat sich schon eine Fan-Gemeinde aus eingeschworenen LMH-100 Piloten gebildet. Andere wiederum bezeichnen ihn nicht als richtigen Hubi, da ihm wesentliche Elemente eines vollwertigen Hubschraubers fehlen. Aus meiner Sicht ist er ideal für absolute Anfänger, die aus Rücksicht auf den Geldbeutel erst mal klein Anfangen und nur geringe Kosten bei Crashs in Kauf nehmen wollen. Hat man den Schwebeflug erlernt so ist ein späterer Umstieg auf einen anderen Modellhubi sinnvoll.
Vorteile:
* Preisgünstige Anschaffung
* Überlebt viele Crashs unbeschadet
* Billige Ersatzteile
Nachteile:
* schwieriger zu Fliegen als ein größerer Hubi
* keine Pitchsteuerung, die heute Standard bei Modellhubis ist
* mechanischer Heckkreisel
* gewöhnungsbedürftiger Verbrennermotor (E-Versionen werden inzwischen angeboten)

 

ECO-8: Ein E-Hubi deutscher Herstellung, der trotz seiner geringen Größe alle Eigenschaften eines ausgewachsenen Modellhubis bietet. Erfahrene Modellflieger können ihn bis zum Kunstflug ausbauen. Aufgrund seiner Konstruktion ist er auch bei leichten Crashs bruchgefährdet, wie die meisten anderen Hubis auch. Ein gutes Trainingsgestell ist für den Anfänger Voraussetzung. Aufgrund der geringen Größe ist er schwieriger zu Fliegen. Durch seine einfache Konstruktion ist er leicht zu reparieren. Durch die ideale Kombination von Größe und Gewicht kann man ihn kostengünstig elektrisch motorisieren und erhält Flugzeiten von über 10 Minuten pro Akkuladung. Er eignet sich ideal zum Üben auf kleineren Flächen (hinter dem Haus).
Vorteile:
* Klein, aber ein "echter" Modellhubi
* Preisgünstige Anschaffung
* Durch E-Antrieb überall fliegbar
Nachteile:
* relativ anfällige Konstruktion, bei Crashs fast immer Bruch
* schwieriger zu Fliegen als ein größerer Hubi

 

LOGO-20: Ebenfalls ein E-Hubi deutscher Fertigung. Professionelle und stabile Konstruktion, kann sich mit großen Modellhubis in jedem Fall messen. Vom Schwebetraining bis zum Kunstflug verwendbar. Aufgrund der üblichen Hubi-Konstruktion ist auch er bei Crashs meist bruchgefährdet, man sollte also ein ausreichendes Trainingsgestell haben. Es ist meiner Meinung nach einer der besten E-Hubis seiner Größe, da er sehr sauber verarbeitet ist und der Bau kaum Probleme machen wird. Durch das etwas höhere Gewicht und die dadurch notwendige stärkere Motorisierung ist er nicht ganz billig. Für Einsteiger mit etwas finanziellen Reserven der ideale Hubi.
Vorteile:
* Ein echter Modellhubi mittlerer Größe
* sehr saubere und präzise Verarbeitung
* Durch E-Antrieb fast überall fliegbar
* gut zum Fliegenlernen geeignet
Nachteile:
* relativ teure Motorisierung, für Hubi+Antrieb kommt man schon zwischen 1600 und 2000.- DM
* bei den meisten Crashs bruchgefährdet

 

46/50er-Größe
Verbrenner-
hubis:
Vor allem in Japan haben diese etwas kleineren Verbrennerhubis ihren Siegeszug angetreten. Daher kommen die meisten Modell auch über den Ozean zu uns. Speziell um den Raptor hat sich auch bei uns eine riesige Fan-Gemeinde gebildet. Vorteil ist der günstige Anschaffungspreis und die preiswerte Motorisierung. Trotzdem bietet er Flugleistungen die knapp an die Hubis der 60er Größe heranreichen. Wegen des Verbrennerantriebs sind sie nur auf Modellflugplätzen fliegbar. Natürlich braucht man auch hier ein Trainingsgestell, da der kräftige Motor in Falle eines Crashs ziemlichen Bruch verursacht. Wer nicht in einen doppelt so teuren 60er Hubi investieren will, für den ist diese Hubigröße der ideale Einstieg. Es gibt viele gleichwertige Modelle wie z.B.: Graupner-Ergo50, Raptor, Moskito, Nexus-46 usw.
Vorteile:
* große Modellauswahl
* meist saubere und präzise Verarbeitung
* einfacher zu fliegen als kleinere Hubis
* preiswerter Antrieb
* gut zum Fliegenlernen geeignet
Nachteile:
* Wegen Verbrennungsmotor meist nur auf Modellflugplätzen fliegbar
* bei den meisten Crashs bruchgefährdet
* manchmal problematische Ersatzteilversorgung, da japanische Hersteller (z.B. beim Nexus !)

 

60er-Größe
Verbrenner-
hubis:
Die Standard-Arbeitspferde unter den Modellhubis. In Flugschulen werden sie fast ausnahmslos zum Flugtraining eingesetzt. Durch die kräftige Motorisierung und ihre Größe fliegen sie ziemlich stabil und eignen sich zum Erlernen des Schwebeflugs sehr gut. Wegen des Verbrennerantriebs sind sie nur auf Modellflugplätzen fliegbar. Natürlich braucht man auch hier ein Trainingsgestell, da der kräftige Motor in Falle eines Crashs ziemlichen Bruch verursacht. Wer einen geeigneten Flugplatz hat für den ist das der ideale Einstiegshubschrauber, der ihn bis zum 3D Kunstflug begleiten wird. Es gibt viele gleichwertige Modelle wie z.B.: Vario-SkyFox, Graupner-UNI, X-Cell, Robbe-Futura usw.
Vorteile:
* große Modellauswahl
* meist saubere und präzise Verarbeitung
* einfacher zu fliegen als kleinere Hubis
* preiswerter Antrieb
* gut zum Fliegenlernen geeignet
Nachteile:
* Wegen Verbrennungsmotor meist nur auf Modellflugplätzen fliegbar
* teurere Anschaffungskosten, kräftige Servos notwendig
* bei den meisten Crashs bruchgefährdet

 

Der erste Flug

 

 

Diese Seite soll helfen, den ersten Flug mit dem neuen Helicopter zu meistern.

Viele von uns bauen sich den ersten Hubschrauber. Aber was dann, was tun wenn er fertig ist ... ?

Hier folgt eine kleine Hilfe für die ersten Schritte ins Heli-Hobby. Leider gibt es zu viele Hubis

und zu viele Fernsteuerungen, so daß ich keine maßgeschneiderte Anleitung geben kann.

Die Hinweise hier können aber als Richtschnur gelten damit mannichts vergißt

und alle Schritte gewissenhaft ausführt.

Der Aufbau:

Der Zusammenbau erfolgt genau nach der Anleitung des Herstellers. Bei teureren oder größeren

Hubschraubern wird das in der Regel relativ problemlos funktionieren. Kleine, billige Helis brauchen

oftmals kleine Tricks um sie vernünftig aufbauen zu können.

Die folgende Beschreibung geht davon aus, daß der Hubschrauber fertig und

nach Anleitung aufgebaut auf dem Tisch steht.

kobold.jpg (17400 Byte) Nur noch ein kleiner Hinweis: Ein schwergängiger Hubschrauber wird niemals richtig fliegen. Alle beweglichen Teile müssen leichtgängig und spielfrei sein. Bei teuren Hubis kaum ein Problem. Bei billigen und leichten E-Hubis ist das nicht selbstverständlich. Daher muß man sich hier viel Zeit nehmen um die Teile ordentlich einzubauen und leichtgängig zu machen, was oft nicht in den Anleitungen steht. Wenn Kugelköpfe klemmen, so kann man die Plastik-Kugelpfannen im montierten Zustand gefühlvoll (!) mit der Flachzange gegen die Metallkugeln pressen. Etwas pressen und wieder probieren ob sie leichter gehen. So sind alle Kugelgelenke leichtgängig zu machen. Spiel dürfen sie trotzdem kaum eines haben, sonst müssen die Kugelpfannen ausgewechselt werden.

 

Taumelscheibe:

 

Die Taumelscheibe dient zur Steuerung des Hubschraubers und muß folgende Bewegungen ausführen können:
Pitch: Hinauf, Hinunter
Roll: Kippen nach links, recht
Nick: Kippen nach vorne und hinten.

Diese Bewegungen können mit 3 oder 4 Servos gemacht werden. Bei 3 Servos gibt es noch die 90 Grad

oder 120 Grad Anlenkung. Die am einfachsten zu verstehende Anlenkung ist die 90 Grad Anlenkung.

Dabei sind zwei gegenüberliegende Servos für die Kippbewegung links, rechts verantwortlich.

Ein oder zwei weitere Servos sind für die vorne - hinten Bewegung zuständig.

Bewegen sich alle Servos gleich, so ergibt sich die Hinauf-Hinunterbewegung. Man benötigt also 4 Servos,

zwei Stück links und recht und weitere zwei Stück hinen und vorne.

Oft wird eines dieser Servos einfach weggelassen und man arbeitet nur mit 3 Stück,

was aber keinen Unterschied macht.

Komplizierter ist die 120 Grad Anlenkung zu verstehen. Hier sind drei Servos im Winkel von 120 Grad

um die Taumelscheibe angeordnet. Die gewünschten Bewegungen ergeben sich durch kombinierte

Bewegung dieser Servos. Diese relativ komplexen Bewegungen werden im Sender berechnet und

an die Servos weitergegeben. Das Endergebnis ist allerdings genau die gleiche Bewegung wie bei

der 90 Grad Anlenkung. Viele Hubschrauber haben eine mechanische Mischung. Hier werden

die Servos für die Nick- und Rollbewegung auf einem Schlitten montiert. Dieser wird dann von einem

weiteren Servo bewegt wodurch sich die Pitchbewegung (hinauf, hinunter) ergibt.

Bei der Programmierung der Fernsteuerung muß man meistens die Art der Anlenkung einstellen.

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Fernsteuerung:

Vor der Prüfung der Fernsteuerung heißt die wichtigste Regel: MotorABKLEMMEN

(natürlich nur bei Elektromotoren).

Ein E-Motor kann leicht unbeabsichtigt anlaufen und muß bei Einstellarbeiten daher unbedingt abgeklemmt werden.

1. Prüfung der Taumelscheibe:

Pitch: Die Taumelscheibe bewegt sich hinauf (steigen) und hinunter (sinken). Diese Funktion muß auf dem Steuerknüppel liegen mit dem man normalerweise das Gas bedient.
Roll: Die Taumelscheibe kippt nach links (nach links fliegen) oder nach rechts (nach rechts fliegen). Diese Funktion wird mit einem Steuerknüppel bedient der links-rechts bewegt wird.
Nick: Die Taumelscheibe kippt nach vorne (Nase nach unten drücken) oder nach hinten (Nase nach oben ziehen). Diese Funktion liegt sinnnvollerweise auf dem gleichen Steuerknüppel wie die Roll-Funktion.

Die Knüppelbelegung wählt man so, wie man sie vom Flächenflugzeug gewohnt ist. Pitch auf den Gasknüppel,

Roll auf den Querruderknüppel und Nick auf den Höhenruderknüppel.

Wer noch keine Flächenflugzeuge geflogen hat, sollte Roll und Nick unbedingt auf den gleichen Knüppel legen,

da man so die Taumelscheibe am besten steuern kann. Auf den anderen Knüppel legt man Gas (hinauf,hinunter)

und das Heck (links,rechts). Rechtshänder bevorzugen oft für die Taumelscheibe den rechten Steuerknüppel,

was aber im Prinzip egal ist. Wenn der Sender entsprechend eingestellt ist, schaltet man den Empfänger ein

und prüft die Bewegung der Taumelscheibe.

Viele Sender haben einen fertigen Taumelscheibenmischer. Dort muß man sich den zum Hubi

passenden Modus aussuchen. Wenn man einen falschen Modus wählt, so bewegt sich die

Taumelscheibe wirr umher. Es wird meistens auch der Fall sein, daß ein Servo verkehrt herum läuft.

Dieses muß im Sender umgedreht werden. Erst wenn diese Einstellungen stimmen,

wird sich die Taumelscheibe richtig bewegen (siehe Liste oben).

2. Prüfung des Heckrotors:

Zuerst überlegt man sich, in welche Richtung die Heckrotorblätter drehen und in welche Richtung

der Luftstrom bläst wenn die Blätter eine bestimmte Stellung angenommen haben. Wenn man nun

den Heck-Knüppel nach links bewegt, so muß der Heckrotor auch nach links blasen

(dadurch drückt man das Heck nach rechts und die Hubi-Nase geht wie gewünscht nach links).

Stimmt das nicht, muß die Servorichtung im Sender umgedreht werden.

3. Weitere Grundeinstellungen

Je nach benutzter Fernsteuerung müssen vor dem Erstflug noch folgende Einstellungen vorgenommen werden:
* Steueranordnung (siehe auch oben, Taumelscheibe): Anordnung der Steuerknüppel
* Taumelscheibenmischer: Anzahl der Servos, 90 Grad oder 120 Grad
* Rotor Drehrichtung

Die diversen Heli-Mischer bleiben vorerst in ihren Grundeinstellungen und werden normalerweise

beim Erstflug eingestellt.

Wer aber noch überhaupt nicht fliegen kann, sollte noch folgende Voreinstellungen machen:

* Pitchkurve: Pitch bei Knüppelmittelstellung auf ca. +40%. Genaue Hinweise zur Pitcheinstellung findet

man auf der Seite "Pitch/Gas". Gaskurve: Gas bei Knüppelmittelstellung bei Elektro-Hubis auf ca. 80%, bei

Verbrennerhubis auf ca. 50%. Bei Verbrennerhubis muß außerdem eine Leerlaufeinstellung

zum Starten gemacht werden.


* Statischer DMA: ca. +- 15% (wird im Flug genau eingestellt, ist aber am Anfang nicht so wichtig). Bei Kreiseln

im Heading-Hold Modus darf kein statischer DMA eingestellt werden. Ebenso nicht beim Robbe 3D Gyro.

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Motor

Bei Elektro-Hubis schließt man den Motor jetzt wieder an. Vor dem Anstecken das Akkus vergewissert man sich,

daß der Steuerknüppel für Pitch/Gas auf Minimum steht und auch sonst keine Gasvorwahlen eingeschaltet sind.

( Zur Sicherheit schalten die meisten modernen Motor-Regler den Motor ab, wenn man irrtümlich im Sender

Gas gegeben hat und den Antriebsakku ansteckt). Bei E-Hubis prüfe ich den Motor zuerst immer ohne Rotorblätter.

So kann der Hubi nicht abheben. Trotzdem muß man auf die schnell rotierenden Paddel aufpassen

und darf keinesfalls dem Hubi zu nahe kommen. Gas und Pitch liegen ja am gleichen Knüppel.

Man bewegt diesen dann ganz langsam und gibt vorsichtig Gas. Der Motor muß anlaufen und der Rotor drehen.

Bei Verbrenner Hubis ist die Leerlauf und Starteinstellung komplizierter.

Manche Motorregler haben auch einen echten Drehzahlregler, welcher die Drehzahl immer auf einem

konstanten Wert hält. In diesem Fall hat man das Gas auf einem separaten Regler und nicht am Pitchknüppel.

Ich möchte übrigens empfehlen von Anfang an einen Autorotationsschalter im Sender zu programmieren.

Dieser kann nämlich sehr gut als Not-Ausschalter für den Motor benutzt werden. Und solche Notfälle

wo man den Motor schnell abschalten will, wird es Anfangs immer wieder geben.

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Einstellung und Prüfung der Pitchwerte

Der Pitch steuert den Anstellwinkel der Rotorblätter. Dieser ist für den Auftrieb und damit für den

ganzen Flugbetrieb von entscheidender Bedeutung. Fliege NIEMALS solange Du den Pitch

nicht genau eingestellt hast !!! Dazu benötigt man eine Pitch-Lehre die es in jedem

Modellbaugeschäft gibt. Dieses Meßinstrument ist für jeden Hubiflieger Pflicht!

Es ist mir völlig unverständlich, daß es immer noch Hubi-Piloten gibt, die keine Pitchlehre besitzen.

Übliche Modellhubschrauber fliegen bei einem Pitchwert (Anstellwinkel) von ungefähr -10 bis +10 Grad.

Als Anfänger nutzt man den negativen Bereich nicht sondern stellt den Pitch von ungefähr -2 Grad

bis +10 Grad ein (je nach Hubschrauber). Wenn man in Panik gerät, so nimmt man als Anfänger

meist den Pitch/Gasknüppel voll herunter. Dadurch knallt man den Hubi brutal auf den Boden wenn

der negative Pitch zu extrem ist. Das kann sogar dazu führen,

daß die Rotorblätter in das Heckrohr einschlagen. Daher könnte man sogar mit einem Pitchbereich

von 0 bis 10 Grad auskommen. Der maximale Pitch von +10 Grad gilt für Elektro-Hubis.

Verbrenner arbeiten meist mit höherer Drehzahl und nur +8 bis +9 Grad Pitch.

Um den Pitch zu messen, stellt man den Hubi waagrecht auf den Tisch (Wasserwaage). Dann richtet

man die Paddelstange genau waagrecht aus und liest an der Pitchlehre den Gradwert ab. Dabei muß

die Pitchlehre parallel zur Paddelstange ausgerichtet sein.

Man macht das abwechselnd mit beiden Blättern und stellt den genau gleichen Wert ein.

Bei diesen Messungen sollte man Geduld haben.

Es ist normal, daß man Anfangs eine ganze Stunde oder mehr für die Pitcheinstellung braucht.

Genauigkeit spart später viel Ärger am Flugfeld.

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Zusammenfassung der Arbeiten in der Werkstatt:

 

1. Gewissenhafter Aufbau nach Bauanleitung
2. Verstehen der Taumelscheibenfunktion
3. Programmieren des Senders und Prüfen der Taumelscheibenbewegung
4. Einstellung des Heckrotors
5. Prüfen des Motors
6. Einstellung und Prüfung der Pitchwerte

Bis auf den Motor können alle Einstellarbeiten und Prüfungen in der Werkstatt vorgenommen werden.

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Zum ersten Mal am Flugfeld

Selbst dem hartgesottenen Piloten klappern bei den ersten Flügen die Knie. Das ist kein Zeichen von Schwäche,

sondern beweist, daß einem der Hubi nicht gleichgültig ist und man vorsichtig und gewissenhaft vorgehen will.

hulla.jpg (27532 Byte)

Für die ersten Flüge ist ein Trainingsgestell unbedingt notwendig.

Ein Hulla-Hoop Reifen eignet sich dazu hervorragend.

Als erstes wird der Sender eingeschaltet. Man prüft, ob der Steuerknüppel für den Motor in der AUS Stellung ist.

Dann schaltet man den Empfängerakku ein. Jetzt wartet man kurz bis der Kreisel betriebsbereit ist

(einige Sekunden bis 20 Sekunden, je nach Kreisel).

Dann prüft man die Taumelscheibenfunktion (Nick und Roll) und die Hecksteuerung.

Dabei darf man keinesfalls unabsichtlich Gas geben !

Nun wird der Motor vorsichtig gestartet.

E-Hubis: Man stellt den Hubi auf den vorgesehenen Startplatz und entfernt sich mehrere Meter. Dann gibt man

ganz langsam Gas und läßt die Rotorblätter langsam hochfahren. Bei E-Hubis besteht die Gefahr,

daß man zu schnell Gas gibt. Das schadet dem Getriebe und die Blätter können umklappen und eine starke

Unwucht aufbauen. Den Pitchknüppel läßt man in der unteren Hälfte damit der Hubi nicht abheben kann.

V-Hubis: Man stellt den Sender auf Leerlauf. Bei einem neuen Motor, oder wenn alle Schläuche noch leer sind,

hält man den Auspuff zu und dreht mit dem Elektrostarter ganz kurz den Motor durch. Dadurch drückt es Sprit

in Richtung Vergaser. Man schließt die Glühkerze an und hält mit einer Hand den Rotorkopf an einem Blatthalter

ganz fest. Dann nimmt man den Elektrostarter, startet den Motor und stellt einen sicheren Leerlauf ein.

Dabei den Rotorkopf niemals auslassen ! Sobald der Motor im Leerlauf läuft, trägt man den Hubi zum Startplatz.

Jetzt erhöht man die Drehzahl langsam (was je nach Sender anders gemacht wird. Bei der MC-24 benutzt

man dazu den Gaslimiter).

Den Pitchknüppel läßt man in der unteren Hälfte damit der Hubi nicht abheben kann.

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Kontrolle des Hecks

 

Man kann jetzt gerade soviel Pitch geben, daß der Hubi leicht wird. Keinesfalls abheben ! Jetzt prüft man

die Funktion der Hecksteuerung. Knüppel leicht nach links bewegen, die Nase des Hubis muß nach links gieren.

Knüppel nach rechts, die Nase geht nach rechts.

Ist der Knüppel in Mittelstellung, muß die Nase ruhig bleiben. Hat sie trotzdem eine Tendenz in eine Richtung

zu drehen, trimmt man mit dem Trimmhebel aus. Das ist beim Erstflug praktisch immer notwendig.

Danach schaltet man den Motor aus und verlängert (verkürzt) die Heckservoanlenkung so, daß die Hecktrimmung

in der Mitte steht. Bevor das Heck nicht stabil ist, darf man keinesfalls weitermachen.

Ein anderer Grund für ein unstabiles Heck könnte ein falsch eingestellter Kreisel sein. Aber das sollte man bereits

in der Werkstatt geprüft haben.

Die ersten Hopser

Jetzt ist es soweit. Man gibt etwas mehr Pitch, der Hubi wird sehr leicht. Dann noch etwas mehr und der

Hubi hebt fast ab. Er wird jetzt sehr unruhig und bricht sofort in irgendeine Richtung aus. Hochkonzentriert bemüht

man sich, diesem Ausbrechen mit Nick- und Rollkommandos entgegenzuwirken. Wenn man merkt, daß der Hubi

immer in dieselbe Richtung ausbrechen will, so trimmt man Nick oder Roll bis es keine Vorzugsrichtung mehr gibt.

Jetzt beginnt die mühsame Zeit des Schweben lernen. Lese dazu die Kapitel Vorbereitung

und Schweben lernen.

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Modell oder Original?

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