Modellhubschrauber + Flugschule

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Erste Freiübungen


Voraussetzung ist das erfolgreiche absolvieren der Brettübungen (gilt natürlich alles nur für Allein-Lernende, jemand der einen Profi oder Fluglehrer neben sich hat, kann sich das sicher alles sparen).

Der Heli wird vom Brett befreit, die Schnüre gelöst. Das große Trainingsgestell mit dem Hula-Hoop Reifen bleibt dran.

Also raus aufs Flugfeld und versuchen die gleichen Übungen wie am Brett in der Freiheit zu absolvieren. Nun nach den Brettübungen war es als wäre irgendwo ein Licht im Hirn aufgegangen. Es war plötzlich viel einfacher den Heli kurz abzuheben, den Heckrotor gerade zu halten und wieder gerade und ohne Crash aufzusetzen. Bei jedem dieser Hüpfer hat man natürlich damit zu kämpfen, daß der Heli nicht ausbricht. Aber das ist nun alles viel leichter, da man es vom Brett her kennt.Ich habe mich nun erstmal getraut etwas höher abzuheben. ( etwa 10 -20 cm). Jetzt erst beginnt das Schweben lernen wirklich. Die Hüpfer werden immer länger, bis man schließlich minutenlang in der Luft stehen bleiben kann. Das hat bei mir etwa 3 Stunden gedauert.

Aber Vorsicht, es gibt einige Fallen dabei:

 

  • Wind: Es sollte für die ersten Übungen absolute Windstille herrschen. Wenn der Heli gut eingestellt ist, schwebt er relativ stabil und läßt sich leicht steuern. Bei mir waren immer wieder kurze leichte Böen dazwischen die mich in ziemliche Schwierigkeiten gebracht haben vor allem wenn der Wind von der Seite kommt. Also immer gegen den Wind stellen.
  • Gas/Pitcheinstellung: Wenn der Heli wild herumtänzelt, so ist evt. das Gas und der Pitch nicht im richtigen Verhältnis eingestellt. Am besten man befolgt die Angaben des Herstellers. Aber auch die Batteriespannung des E-Motors hat darauf Einfluß. Ich habe mit Autobatterie trainiert. Das 10m lange Kabel schluckt viel Leistung und der Motor dreht recht müde. Hier sollte man also mehr Gas und weniger Pitch einstellen (auf der Fernsteuerung). Fliegt man später mit den Akkuzellen des Helis, so hat er viel mehr Kraft und man muß unbedingt Gas wegnehmen denn wenn er zu schnell dreht wird das Schweben ungleich schwieriger. Ich hab's selbst ausprobiert und glaube es gibt kein Patentrezept. Jeder muß die richtige Einstellung selbst herausfinden beginnend mit den Angaben des Herstellers.
  • Hecktische Steuerkommandos: In manchen Situationen neigt man dazu panisch zu reagieren und große Steuerkommandos zu geben. Das kann leicht in einem Überschlag mit Totalcrash enden. Also bitte volle Konzentration und zwischendurch immer wieder kurze Verschnaufpausen einlegen.

Einen enorm hilfreichen Hinweis habe ich in einem amerikanischen Buch gelesen:

Der Heli ist wie ein Pendel, eine Schnur mit einem Gewicht dran. Der Rotor ist das obere Ende der Schnur, welches von der Fernsteuerung (Nick und Roll) gesteuert wird. Das Gewicht ist der Heli. Bauen Sie sich so ein Pendel. Dann nehmen Sie die Schnur in die Hand und bringen das Gewicht zum Schwingen. Dann versuchen Sie durch Bewegen der Schnur das Gewicht zum Stillstand zu bringen. Sie werden das wahrscheinlich instinktiv richtig machen. Ganz genauso reagiert der Heli und man muß die Nick- und Rollfunktion entsprechend des Pendels steuern. Dieser Trick mit dem Pendel hat mir sehr geholfen.

Noch ein Hinweis, welche Stabilität man sich vom Heli erwarten darf: Wenn es absolut windstill ist und der Heli bereits gut eingestellt und getrimmt ist, so wird er in Bodennähe (Bodeneffekt) trotzdem noch deutlich in irgendeine Richtung ausbrechen. Das muß man aussteuern. Je näher man am Boden ist, umso unruhiger wird er. Wenn man etwas höher steigt (ca. 50 cm und höher) wird er viel ruhiger. Wenn es wirklich windstill ist, braucht man kaum noch zu steuern. Er steht sekundenlang in der Luft bis man wieder etwas korrigieren muß. Das sieht aber völlig anders aus wenn nur ein minimaler Wind geht (was fast immer der Fall ist). Dann wird der Heli dauernd versuchen auszubrechen und man muß dagegen steuern. Wind hört man übrigens gleich am typischen Hubschrauberknattern der Rotorblätter. Wenn also eine Windböe kommt, stellt man den Heli dagegen indem man z.B. den Nick drückt. Hört der Wind jetzt plötzlich auf, so wird der Heli vorwärts fliegen. Man muß also rechtzeitig den Nick wieder zurück nehmen. Ist man etwas zu spät dran, so fliegt der Heli nach vorn, man steuert dagegen wodurch sich der Heli aufstellt und dann pendelt er wieder zurück worauf man ihn am Ausgangspunkt wieder durch leichtes Gegensteuern abfängt. Je schneller man diese Kommandos gibt, umso weniger Platz braucht man. Wenn man aber noch langsam reagiert und steuert, wird der Heli weite Pendelbewegungen machen und man braucht einige Meter Platz. Es täuscht oft: Der Heli schwebt zwar ruhig in der Luft, braucht aber trotzdem schnelle Steuerbewegungen da er sonst weit hin- und her schwingen würde. Wer sich nicht mehr voll konzentrieren kann, sollte lieber eine kurze Pause einlegen.

 

Weitere Freiübungen

 

Wenn man den Heli mit dem Hula-Hoop Reifen sicher schweben kann, so ersetzt man den Reifen durch ein leichtes Trainingsgestell, wie z.B. das von IKARUS für den ECO 8 angebotene. Der Hula-Hoop Reifen mit den Aluschienen hat nämlich ca. 300 g. Der Heli hat damit ziemliches Übergewicht. dadurch wird er träge, steigt kaum, wird aber auch leichter steuerbar. Hat man nun das leichte Gestell dran, wird er deutlich aggressiver. Man muß unbedingt wieder das Verhältnis von Gas und Pitch wieder neu einstellen um ausreichend (aber nicht zuviel) Pitch bei ruhiger Motordrehzahl zu haben. Dreht der Motor zu schnell, so wird die Steuerung schwierig. Mit den vorherigen Übungen sollte es aber nicht allzu schwer sein auch das zu schaffen. Was sicher noch ein Problem ist:

Wenn das Heck nicht genau auf den Piloten zeigt, wird es deutlich schwieriger und kann sogar zum vollkommenen Verlust der Kontrolle über den Heli führen. In diesem Fall sofort die Nase gerade drehen und den Heli wieder unter Kontrolle bringen. Dann sofort landen und kurz verschnaufen; niemals das arme Gehirn überfordern, denn das würde nur zum Crash führen !!

Ein Problem ist im Moment sicher noch der Wind. Man sollte sich also einen windstillen Tag aussuchen. Kleine Windböen (aber wirklich nur leichte) wie sie an einem schönen Sonnentag normal sind, wird man bald in der Lage sein auszugleichen. Wenn man sich überfordert fühlt, und wenn es auch nur für eine Sekunde ist, sollte man besser landen. Dieses Schweben üben dauert sicher viele Stunden. Mit der zeit merkt man wie die Finger wie von selbst die Knüppel bedienen ohne das man sich besonders darauf konzentrieren muß. Wenn man das bei sich beobachten kann, so ist man schon einen guten Schritt weiter, die erlernte Motorik beginnt zu arbeiten, genauso wie man beim Autofahren das Lenkrad leicht hin- und her bewegt ohne das man darüber nachdenken muß. Diese Motorik erlernt man sicher nicht für alle Steuerbefehle gleich schnell. Bei mir hat es zuerst mit der Nickfunktion und dann mit der Rollfunktion geklappt, während ich das Heck noch mit viel Konzentration steuern mußte. Ganz zu schweigen von der Gasfunktion. Als es mit der Nick- und Rollfunktion geklappt hat ist es auch mit dem Heck viel einfacher geworden. Das Gas kommt dann als letztes hinzu. Aber Vorsicht, dieses gilt alles nur, wenn das Heck zum Piloten schaut. Dreht sich der Heli in eine andere Lage, kommt schnell Panik auf, da man sich einer vollkommen neuen Situation gegenüber sieht. Erst wenn das Schweben so sicher klappt, daß man immer in einen stabilen Ausgangspunkt zurückkehren kann, sollte man riskieren den Heli etwas zu drehen.

 

Der Bodeneffekt

 

 

Es fiel mir auf, daß auf hartem, glatten Untergrund (z.B. Straßenbelag) der Bodeneffekt deutlich zu spüren ist, der Heli liegt wie auf einem Wollkissen weich in ein paar Zentimeter Höhe. Auf Gras konnte ich diesen Effekt nur sehr schwach bemerken. Gibt man etwas mehr Gas/Pitch verläßt der Heli gerade den Bodeneffekt und steigt etwas höher. Dann konnte ich beobachten, daß der Heli vertikal zu pendeln beginnt. Er steigt ein wenig und fällt dann wieder in die Luftblase des Bodeneffekts hinein, worauf er wieder zu steigen beginnt. Wenn ich unsanft zu landen drohte, so half mir der Bodeneffekt oft um die Landung zu entschärfen, denn der Heli bremst wenige Zentimeter vor dem Aufschlag weich ab, ja er kann sogar wieder einige Zentimeter steigen. Wenn man sich das zunutze macht, kann man sehr weiche Landungen machen. Aber wie gesagt, über Gras konnte ich diesen Effekt nur sehr schwach spüren. Beim ECO 8 ist dieser Effekt in ca. 10-20 cm Höhe wirksam. Bei großen Heli´s kann er auf 1/2 Meter oder höher gehen.

 

Übermut tut selten gut

 

Wenn man sicher schweben kann (mit dem Heck zum Piloten), so heißt es aufpassen !!

Ich konnte meine Begeisterung kaum bremsen und habe angefangen höher, weiter und riskantere Manöver zu machen, obwohl ich noch weit davon entfernt bin diese Situationen zu beherrschen. Das geht durchaus einige Male gut. Solange kein Hindernis im Weg ist und der Heli hoch genug ist, kommt man immer wieder in die geübte Schwebeposition und kann den Heli wieder stabilisieren. Aber irgendwann ist dann doch der Baum oder Zaun im Weg oder es kommt ein Windstoß und man ist doch nicht hoch genug und schon kracht es. Es erfordert größte Selbstbeherrschung um seinen Übermut im Griff zu haben, und meist schafft man es eben nicht. Am besten man macht sich vorher einen Übungsplan und versucht den Übermut damit zu bremsen.

 

 

Fortgeschrittene

 

 

Schwebeübungen

 

 

 


Nasen-Schweben

 

Sobald das Schweben mit dem Heck zu Piloten sowie das Seitenschweben (auf beiden Seiten) sicher klappt ist es Zeit das Nasenschweben zu erlernen. Zu lange habe ich diesen Schritt hinausgeschoben, ist es doch eine ziemliche Überwindung damit zu beginnen. Aber ich kann jeden nur dazu ermuntern ! Es lohnt sich wirklich. Es gibt ein vollkommen neues Gefühl für den Hubi und das Fliegen macht plötzlich viel mehr Spaß. Hat man das Nasen-Schweben erst einmal erlernt, so kann man den Hubi in jeder beliebigen Position unter Kontrolle halten. Und das ein paar Meter vor dem Piloten und 1m über dem Boden. Eine eindrucksvolle Sache !

In der Literatur werden drei Arten empfohlen um das Nasenschweben zu lernen:
a) In großer Höhe (>30m) den Hubi immer mehr drehen und langsam an die Nasenposition herantasten.
b) In größerer Höhe im Rundflug auf den Piloten zusteuern. Vor dem Piloten kurz abbremsen und Schweben. Wenn es kritisch wird weiterfliegen.
c) Mit Hulla-Hoop Reifen ganz von vorne beginnen.

Alle diese Methoden haben ihre Vor- und Nachteile und jeder schwört auf seine eigene Art und Weise des Lernens. Hier folgt ein Bericht wie ich es gemacht habe und damit in ein paar Tagen zum Erfolg gekommen bin. Wie bei mir üblich ist es eine Kombination aus allen Methoden. Während des Übens habe ich übrigens keinen einzigen Crash gebaut:

 

3. Schritt: Training ohne Hulla-Reifen in Bodennähe


Sobald es mit dem Reifen gut klappt, kann man ihn abnehmen. Ich montiere aber trotzdem noch ein leichtes Trainingsgestell (Kohlefaserstäbe) zur Sicherheit, da ein schiefes oder hartes Aufsetzen immer noch möglich ist (und der ECO ein kleines Landegestell hat). Damit geht es wieder viel schwerer als mit dem Reifen und man muß sich schon sehr konzentrieren. Es ist vorteilhaft einen windstillen Tag zu haben oder zumindest die Nase des Hubis genau in den Wind zu richten. Ich hatte am ersten Tag noch einige harte Notlandungen. Sobald man etwas sicherer wird kann man knapp oberhalb des Bodeneffekts üben damit es etwas einfacher wird. Auf jeden Fall wird immer in Nasenposition gestartet und möglichst auch gelandet. Nur ab und zu habe ich um einen Crash zu vermeiden Gas gegeben und den Hubi schnell umgedreht.

4. Schritt: Üben in größerer Höhe


In Bodennähe ist es einfacher, da man den Hubi sehr gut erkennen kann und jede Bewegung sofort sieht. Sobald das klappt kann man die Höhe etwas vergrößern. Dann wird es schwieriger weil erstens in der Höhe mehr Wind weht und zweitens weil man den Hubi aus einer anderen Position sieht. Auch das will geübt sein. Man sollte in 2-3m Höhe sicher und stabil über einem Punkt schweben können um zum nächsten Schritt zu gehen.

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5. Schritt: Drehungen (Pirouetten)


Man wird es bisher schon einige Mal gemacht haben. Wenn der Hubi außer Kontrolle gerät schnell das Heck zum Piloten drehen und abfangen. Kann man erst mal sicher in größerer Höhe Nasenschweben, so kann man auch versuchen den Hubi bewußt umzudrehen. Man sollte das ganz langsam machen und in beide Richtungen. Immer ein Stückchen mehr solange bis man eine volle Drehung über einem Punkt schafft. Es hängt übrigens viel vom Wind ab. Bei absoluter Windstille geht es einfacher. Bei leichtem Wind wird es immer dann problematisch wenn das Heck in den Wind zeigt. Dann wird der Hubi instabil und schwieriger zu kontrollieren. Übung macht den Meister.

Ich habe diese Übungen in meinem Urlaub in knapp einer Woche, bei täglich 3 Stunden Training, geschafft. Allerdings dauert es viel länger bis man es wirklich sicher beherrscht und auch in Notsituationen richtig reagiert. Man sieht den Fortschritt deutlich wenn man versucht bei Wind Pirouetten zu drehen, eine sehr schwierige Übung.
Der Vorteil dieser Methode ist, daß man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt. Man lernt: Nasenschweben, Schweben in beliebigen Positionen, Starten und Landen in beliebigen Positionen, langsame Pirouetten drehen. Das alles in einem Arbeitsgang. Es hat wirklich Spaß gemacht !

 

Präzisions-Schweben

 

Eigentlich könnte es jetzt mit den Rundflügen weitergehen. Ich habe auch einige gemacht, aber dabei ziemliche Orientierungsprobleme gehabt. Vor allem in Lagen in denen der Hubi auf mich zukommt. Daher habe ich mich entschlossen die Orientierung und das langsame Fliegen zu trainieren.

Das normale Schweben konnte in einigen Wochen ganz brauchbar erlernt werden. Das Nasenschweben war schon schwieriger. Aber das präzise Schweben ist eine Kunst für sich und erfordert viel Ausdauer. Unter präzise meine ich ein sauberes Schweben im Kreis bei exakt konstanter Höhe, gleichmäßiger Geschwindigkeit und ohne Wackler.

Ob es im Moment der richtige Zeitpunkt ist das zu üben muß jeder für sich entscheiden. Man kann es auch nach den Rundflügen machen. Irgendwann kommt man aber nicht darum herum. Ich kenne Piloten die Stall-Turns, Looping und Rollen beherrschen ohne Nasenschweben zu können. Ich persönlich perfektioniere lieber die Schwebefiguren, da ich dadurch automatisch eine höhere Sicherheit in allen anderen Lagen habe.

Folgende Übungen kann man trainieren. Alles sind Schwebefiguren, also nicht zu schnell werden !

1. Langsamer Vorbeiflug in beiden Richtungen
2. Vollkreis vor dem Piloten
3. Achten vor dem Piloten
4. Punktlandung in normaler, seitlicher und Nasenposition.
5. Aufnehmen und Ablegen eines Pylons

Alle diese Übungen sollten abwechselnd gemacht werden. Immer nach Lust und Laune. Zwischendurch kann auch wieder etwas herumgebolzt werden zum abreagieren. Man wird feststellen, daß auch das Herumbolzen immer besser geht wenn man die anderen Übungen konsequent macht.

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1. Langsamer Vorbeiflug in beiden Richtungen

 

Das ist die vorbereitende Übung zum langsamen und präzisen Schweben. Im Vorbeiflug kann man die Position des Hubis sehr gut erkennen. Natürlich muß das Seitenschweben sitzen oder wird bei dieser Gelegenheit geübt. Man fliegt von links nach rechts, dreht den Hubi um 180 Grad um und fliegt wieder zurück. Sehr bald wird man merken, daß man dazu neigt den Hubi schnell werden zu lassen und in den Vorwärtsflug überzugehen. Dann muß man durch ziehen des Nick abbremsen. Ich muß allerdings zugeben, daß ich nach einigen Minuten Schweben auch gerne mal einige schnellere Flüge einlege damit das ganze interessanter wird. Auch das einhalten einer konstanten Höhe will gelernt sein. Bei Windstille kann man es recht schnell. Aber wehe es bläst auch nur ein kleines Lüftchen. Irgendwann kann man die Geschwindigkeit und Höhe konstant halten und zur nächsten Übung, dem Vollkreis, gehen.

 

2. Vollkreis vor dem Piloten

 

Sobald man das Nasenschweben beherrscht, kann man den Hubi in jeder beliebigen Position unter Kontrolle halten. Im Vollkreis ist das auch notwendig. Es gibt zwei Arten von Vollkreisen: im Schwebeflug und im Rundflug. Beide Arten unterscheiden sich hauptsächlich durch die Geschwindigkeit. Ich fange beim Schwebeflug an. Es ist wirklich nicht so einfach eine konstante Geschwindigkeit und Höhe zu halten und dabei auch noch einen einigermaßen runden Kreis zustande zu bringen. Immer wieder neigt man die Nase zu weit hinunter und der Hubi beschleunigt und geht in den Rundflugzustand über. Dann hilft nur sanftes Bremsen oder komplettes Abstoppen in den sicheren Schwebeflug.

Das ganze geht in einer Richtung wesentlich (!) einfacher als in der anderen.

Die Ursache ist die Drehrichtung des Hauptrotors. Beim Eco dreht dieser nach rechts (im Uhrzeigersinn). Daher versucht der Hubi-Körper nach links zu drehen. Um das auszugleichen, bläst der Heckrotor kräftig nach rechts. Der Heckrotor steuert also praktisch schon eine kleine Rechtskurve. Demzufolge hat der Hubi die natürliche Tendenz ganz gerne Rechtskurven zu fliegen. Linkskurven macht er nur ungern und unter Zwang. Das spürt man besonders bei langsamen, präzise geflogenen Kreisen. Der Kreis im Uhrzeigersinn geht nach einigen Stunden Übung einigermaßen sauber; zumindest bei Windstille. Der Kreis entgegen des Uhrzeigersinns sieht hingegen fürchterlich ecking und unsauber geschoben aus. Viel mehr Übung ist erforderlich um diesen Kreis zu meistern. Bei linksdrehenden Helis ist es natürlich genau anders herum.

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3. Achten vor dem Piloten

 

Das ist lediglich eine erweiterte Übung des Vollkreises. Man kombiniert einen linken mit einem rechten Kreis und schon hat man die Acht geflogen.

Hier ist, ähnlich wie beim Vollkreis, der Einfluß des Windes recht tückisch, da man den Hubi mit allen möglichen Seiten dem Wind aussetzt. Je nachdem von welcher Seite der Wind bläst, ist Pitch und Nick anders zu steuern. Schaut der Hubi gegen den Wind, so wird er steigen und man muß Pitch wegnehmen. Kommt der Wind von hinten, so wird der Hubi deutlich unstabiler und man muß kämpfen um ihn gerade zu halten. Bei starkem Wind könnte er sogar um 180 Grad umschlagen. Wohl dem der einen Head-Lock Kreisel hat. Aber bitte: den Head-Lock ausschalten ! Ansonsten wäre alles ein kleiner Schwindel, oder ?

 

Punktlandung in normaler, seitlicher und Nasenposition.

 

Das Landen auf einem kleinen Punkt ist schwieriger als es scheint. Man markiert sich ein Kreuz auf dem Boden. Dann versucht man dort zu starten, ein wenig herumzufliegen und dann wieder darauf zu landen.

Man schwebt ca. 2m über dem Kreuz. Der Hubi ist stabil und ruhig, man glaubt es sei ein Kinderspiel und geht langsam runter. Die Überraschung kommt in 0,5m Höhe. Plötzlich setzt der Bodeneffekt ein und der Hubi schmiert zu irgendeiner Seite ab. Die schöne angepeilte Position ist weg. Man versucht wieder hinzukommen, aber der verflixte Hubi weigert sich standhaft über dem Kreuz stehen zubleiben.

Hier hilft nur größte Konzentration und ein schneller Finger um auch kleine Ausbruchsversuche des Hubis sofort und fast verzögerungsfrei auszusteuern. Es kommt hier nur auf die Schnelligkeit an mit der man die Hubi-Position erkennt. Mit einiger Übung geht es immer besser.

Das ganze seitlich und in Nasenposition ? Ein schönes Stück Arbeit. Wenn man das in Nasenposition auch so perfekt beherrscht hat man schon sehr viel geschafft. Aber das muß nicht alles jetzt sein. Ich arbeite bei den anderen Übungen weiter und schiebe diese Übung ab und zu zwischendurch ein. Im Laufe der Jahre wird es dann schon immer besser werden.

 

5. Aufnehmen und Ablegen eines Pylons

 

Das ist eine Erweiterung der Punktlandung. Man baut (z.B.: aus Draht) eine Pyramide mit ca. 30cm Seitenlänge. Oben befestigt man einen ca. 5cm großen Haken der mit den Kufen leicht erfaßt werden kann.

Nun fliegt man auf den Pylon zu und versucht mit der Kufen den Halen zu treffen und ihn aufzunehmen. Hier kommt wieder der Bodeneffekt zu Wort. Er versucht beharrlich den Hubi von Pylon fernzuhalten. Nur mit großer Konzentration wird man es Anfangs schaffen einzuhaken. man wird den Pylonsicher auch öfters umwerfen. Auch hier erfordert es einige Übung bis man den Hubi ruhig genug halten kann.

Wenn alles klappt, dann weiter in Seiten- und Nasenposition.



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 16. Juli 2009 um 21:19 Uhr
 
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